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Bürgerwerkstatt: Kreative Ideen gesucht!

Gib Klimaschutz (D)ein Gesicht!

Wir suchen EURE kreativen Vorschläge für den Klimaschutz vor Ort

Mit einer virtuellen Bürgerwerkstatt beteiligt die Stadt Hof bis Ende September alle interessierten Bürgerinnen und Bürger an der Erstellung ihres Integrierten Klimaschutzkonzepts. Gesucht werden vor allem Ideen für eine engagierte Energie- und Mobilitätswende, aber auch alle anderen Anregungen zum Klimaschutz vor Ort sind willkommen. Die Vorschläge - vorzugsweise per Handyvideo - können über die Social-Media-Kanäle der Stadt oder per E-Mail eingeschickt werden. Aber natürlich kann man seine Ideen auch "oldschool" zu Papier bringen und mit der guten alten Post schicken!

Schon zu Jahresbeginn hatten wir bei unserer Auftaktveranstaltung angekündigt, dass die Hofer Bürgerinnen und Bürger an der Entstehung des Klimaschutzkonzepts beteiligt werden. Was ursprünglich als Treffen in Form eines Workshops geplant war, wird nun aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise als "virtuelle Bürgerwerkstatt" im Netz stattfinden. Bis Ende September sind alle Hoferinnen und Hofer aufgerufen, ihre Vorschläge für mehr Klimaschutz in der Stadt per Videobotschaft einzusenden. Deshalb steht die Aktion unter dem Motto "Gib Klimaschutz (D)ein Gesicht".

Oberbürgermeisterin Eva Döhla: "Klimaschutz lebt vom Mitmachen. Seine eigenen Gedanken dazu in ein paar Sätzen zusammenzufassen und an die Stadt zu schicken, macht keine große Mühe. Wer technisch nicht so versiert ist oder kein eigenes Handy besitzt, kann seine Kinder, Enkel, Freunde oder Bekannte um Hilfe bitten. Und selbstverständlich kann man seine Vorschläge auch per E-Mail schicken oder ganz konventionell zu Papier bringen und bei uns in den Briefkasten werfen."

Alle Ideen, die die Stadt Hof beim Klimaschutz vor Ort einen Schritt weiterbrächten, seien herzlich willkommen, so die Oberbürgermeisterin: "Oft werden durch eine solche Aktion ganz neue Denkanstöße gegeben. Uns interessieren die großen und kleinen Verbesserungen, die manchem unserer Bürger vielleicht schon lange unter den Nägeln brennen."

Auch die Hofer Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen. Die Vorschläge sollten dabei kurz und prägnant, aber auch so konkret wie möglich formuliert werden, ergänzt Klimaschutzmanagerin Ute Fischer: "Anregungen wie 'Die Stadt Hof sollte ihren CO2-Ausstoß verringern' oder 'Der ÖPNV muss verbessert werden' sind natürlich nicht verkehrt, aber leider auch nicht sehr konkret. Die besten Chancen auf Umsetzung haben die Beiträge, die möglichst konkrete Verbesserungsvorschläge für unsere Herausforderungen vor Ort nennen."

Die Anregungen vonseiten der Bürger sind als wertvolle Ergänzung zu den Maßnahmenvorschlägen gedacht, die vom Klimaschutzmanagement und dem eigens gebildeten Klimaausschuss gemeinsam mit der Energiagentur Nordbayern formuliert werden. Im Herbst sollen die eingesandten Vorschläge vom Klimaausschuss geprüft, bewertet und die aussichtsreichsten zur Aufnahme in den Maßnahmenkatalog und zur anschließenden Umsetzung empfohlen werden.

Die Video-Kurzbotschaften - möglichst nicht länger als eine halbe Minute - bitte über Direktnachricht an die Social-Media-Kanäle der Stadt Hof:

Natürlich können die Ideen auch schriftlich bei der Stadt Hof / Klimaschutzmanagement eingereicht werden!

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Nachhaltige Beschaffung nun auch in Hof

Beitritt zum Pakt zur Nachhaltigen Beschaffung
in der Metropolregion Nürnberg

Auf fair und ökologisch produzierte Produkte in der Beschaffung setzen – das haben sich 68 Kommunen in der Metropolregion Nürnberg für die Zukunft vorgenommen. Eine davon ist die Stadt Hof, deren Stadtrat gestern den Beitritt zum "Pakt zur nachhaltigen Beschaffung in der Metropolregion Nürnberg" beschlossen hat.

Die teilnehmenden Kommunen und Landkreise beabsichtigen, vor allem Textilien/Arbeitskleidung, Büromaterialien, Lebensmittel und Sportbälle ökologisch und nach sozialen Kriterien zu beschaffen. Langfristig soll insgesamt ein Umdenken in der Beschaffungspraxis erreicht werden. Der Pakt ist so gestaltet, dass je nach Größe und Voraussetzungen der Kommune individuelle, realisierbare Maßnahmen abgeleitet werden können. Mit rund 530.000 Einwohnern ist Nürnberg die größte teilnehmende Kommune, die Gemeinde Ahorntal im Landkreis Bayreuth mit 2.162 Einwohnern die kleinste.

"Nachhaltigkeit und CO2-Minimierung sowie ethische Grundsätze, von der Herstellung eines Produkts bis hin zu dessen Entsorgung, entsprechen in der heutigen Zeit nicht nur den gesetzten Klimaschutzzielen, sondern auch dem Werteempfinden vieler Bürgerinnen und Bürger. Somit ist es nur logisch, dass die Stadtverwaltung hier eine Vorbildfunktion einnehmen möchte." erklärt Oberbürgermeisterin Eva Döhla die Entscheidung der Stadt Hof, dem Pakt beizutreten.

Die Metropolregion Nürnberg hat für 2020 zum Ziel, dass nachhaltige Produkte im Wert von insgesamt 8 Millionen Euro gemeinsam beschafft werden. In der Stadtverwaltung Hof werden nun zunächst die einzelnen Bereiche auf ihr Potenzial für eine nachhaltige Beschaffung untersucht. Hierbei erhält die Stadt kostenlose Unterstützung durch die "Entwicklungsagentur Faire Metropolregion".

Weitere Informationen zum Thema: https://faire-metropolregionnuernberg.de/

 

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Bürgerenergiepreis Oberfranken: Jetzt noch bewerben!

Die Regierung von Oberfranken sucht auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem Netzbetreiber Bayernwerk nach kleinen und großen "Energiehelden", die die lokale Energiezukunft schon heute tatkräftig gestalten. Noch bis zum 29. Juni kann man sich für den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Bürgerenergiepreis bewerben.

Angesprochen sind Privatpersonen, Vereine, Schulen und Kindergärten, die mit ihren Ideen und Projekten einen Impuls für die Energiewende setzen. Gefördert werden pfiffige und außergewöhnliche Ideen und Maßnahmen, die einen Energiebezug haben und sich mit den Themen Energieeffizienz oder Ökologie befassen.

Ausgeschlossen sind Projekte von Gewerbebetrieben, die deren eigentlichen Geschäftszweck unterstützen (z. B. ein Heizungsbauer, der eine neue Wärmepumpe entwickelt hat).

Informationen zum Wettbewerb gibt es auf der Bayernwerk-Homepage.

Fragen zum Bewerbungsverfahren beantwortet gerne auch die Projektverantwortliche Annette Seidel unter Telefon 09 21-2 85-20 82, oder per E-Mail unter annette.seidel@bayernwerk.de

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Solarkataster ist online!

Solarenergie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende. Solarkollektoren für warmes Wasser oder Solarpanels zur Stromerzeugung sind in der Regel schnell montiert und können in Privathaushalten und Unternehmen oft einen guten Teil des Bedarfs decken. Bislang ist aber nur ein Bruchteil des Potenzials auf unseren Dächern genutzt!

Die Stadt und der Landkreis Hof stellen deshalb in einer gemeinsamen Initiative ihren Bürgerinnen und Bürgern ein kostenloses Online-Portal zur Verfügung. Hier kann jeder schnell und unkompliziert prüfen, ob das eigene Dach für eine Solaranlage geeignet ist und wie schnell sich eine Investition finanziell rechnet.*

Ziel ist es, die gewonnene Sonnenenergie größtenteils selbst zu nutzen. Überschüssige Energie wird im eigenen Energiespeicher bevorratet oder ins öffentliche Netz eingespeist. Beispielsweise können mit Photovoltaik-Anlagen Elektrogeräte betrieben oder E-Autos geladen werden. Durch Solarthermie ist die Beheizung des Gebäudes sowie die Warmwasserbereitung möglich.

Bei der Berechnung im Solarpotenzialkataster wird auch berücksichtigt, ob und wie lange das jeweilige Dach durch benachbarte Bäume oder Häuser beschattet wird. Zusätzlich finden Interessierte Hinweise zu Planung und Bau einer Solaranlage sowie nützliche Links auf weiterführende Seiten.

Für das Solarpotenzialkataster wurden in der Stadt und im Landkreis Hof insgesamt 129.000 Gebäude auf ihre Eignung für Photovoltaik und Solarthermie untersucht. Laut der Solarpotenzialanalyse sind rund 50% der Gebäude für die Nutzung von Solarenergie geeignet. Würden alle geeigneten Dachteilflächen genutzt, ergebe dies einen Stromertrag von circa 950 GWh pro Jahr. Wenn eine Person beispielsweise im Durchschnitt 1.500 kWh im Jahr an Strom verbraucht, könnten damit jährlich circa 630.000 Personen versorgt werden. Bei einer Einsparung von 460 g je kWh, würden jährlich circa 430.000 t CO2 weniger ausgestoßen. Das gesamte Investitionsvolumen (bei 1.400 Euro pro kWp) würde circa 1.550 Mio. Euro betragen. Die im Hofer Land verbleibende Wertschöpfung liegt bei circa 380 Mio Euro (Annahme von 25% des Investitionsvolumen).

Das Solarpotenzialkataster für Hof Stadt und Land ist ab sofort online und für jeden kostenlos zugänglich. Man findet es unter https://www.solare-stadt.de/hoferland/.

Die wichtigsten Informationen zum Solarpotenzialkataster sind in einem Flyer zusammengefasst, den Sie hier herunterladen können.

Ein Beispiel dafür, wie gut Solarenergie funktionieren kann, finden Sie hier.

 

* Die Berechnung der Kosten für eine Anlage bezieht sich auf ein Mittel bei schlüsselfertigen Solaranlagen (PV und/oder Solarthermie). Das bedeutet, dass die durchschnittlichen Kosten für Vorbereitungen/Installationen von Handwerkern/Elektrikern dazu gerechnet werden. Die beiden Extrema a) alles in Eigenbau und b) Dach muss neu gedeckt werden + Statik + Schachtarbeiten + … sind hier nicht berechenbar. Es ist daher stets im Einzelfall zu prüfen, inwieweit noch bestimmte Posten einkalkuliert werden müssen. Das können beispielsweise die Verstärkung der Statik des Daches oder das Schachten von sehr langen Kabelkanälen in den Wänden des Hauses sein.

Der Solarpotenzial-Assistent sieht vor, dass man den Preis je kWp anpassen kann. Dadurch kann der Interessent eigene Besonderheiten einfließen lassen. Auch der Preis für das Aufständern je Modul bei Flachdächern ist speziell aufgeführt und anpassbar.

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Fasten-Challenge

Ab Aschermittwoch wird CO2 gespart: Fastenchallenge diesmal auch in Hof

Die Stadt Hof beteiligt sich in diesem Jahr an der überregionalen CO2-Fasten-Challenge der Metropolregion Nürnberg. Hierbei rufen die Klimaschutzmanager der Mitgliedsstädte und -landkreise gemeinsam alle Bürgerinnen und Bürger zum "Klimafasten" auf.

Die 40-tägige Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt, hat ja schon traditionell etwas mit Verzicht zu tun. Historisch ging es da vor allem um Fleisch oder alkoholische Getränke, neuerdings liegen auch Schokolade oder Smartphones im Trend. Durch den bewussten Verzicht auf Liebgewonnenes für einen bestimmten Zeitraum soll eine Rückbesinnung auf das Wesentliche ermöglicht werden. Das kann natürlich auch aus Klimaschutz-Gesichtspunkten reizvoll sein.

Die Voraussetzungen für eine Teilnahme am Klimafasten sind eigentlich nur ein Internetanschluss, ein Endgerät und eine Portion Neugier und Motivation. Auf https://co2fasten.wordpress.com/ findet Ihr eine Übersicht von 40 Tages-Herausforderungen zum CO2-Sparen, den sogenannten Challenges.

Diese Challenges sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Ob eine Challenge eine einfache, kleine Aufgabe oder eine größere Herausforderung ist, hängt oft von den Lebensbedingungen jedes einzelnen ab. So ist ein Direktversorger auf dem Land schneller zu finden als in der Stadt, während der Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr in den Ballungszentren deutlich leichter ist, als im ländlichen Raum.

Wer an der CO2-Fasten-Challenge 2020 teilnimmt, kann die "bestandenen" Herausforderungen auf einer Checkliste abhaken und einsenden. Unter allen Einsendungen werden 10 Klimaschutzpakete verlost, bestehend aus einer Soulbottle und dem Buch "Die Öko-Challenge".

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Auftakt-Veranstaltung

"Kann Hof das Klima retten?" - Wohl eher nicht, konstatierte Dr. Michael Joneck vom Landesamt für Umwelt in seinem Impulsvortrag bei der Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept der Stadt Hof. Die Frage sei falsch gestellt, denn das Klima an sich müsse gar nicht gerettet werden, so Joneck. Vielmehr gehe es um die Lebensgrundlagen der Menschheit, die durch den Klimawandel akut gefährdet seien. Deshalb sei der Kampf gegen die Überhitzung unseres Planeten eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich auch eine Stadt wie Hof aktiv stellen müsse.

Rund 250 Besucher verfolgten den Auftakt im Festsaal der Freiheitshalle nicht nur passiv als Zuschauer. Im Laufe des Abends konnten sie sich bei mehreren Online-Umfragen auch aktiv am Geschehen beteiligen. Unter anderem befürworteten sie mit großer Mehrheit (94%), dass die Stadt Hof beim Klimaschutz eine aktivere Rolle einnimmt. Die Begründung lieferten sie gleich mit: Zwei Drittel der Gäste befürchteten, dass die Folgen des Klimawandels in der Stadt Hof deutlich stärker zu spüren sein werden als bislang angenommen.

Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner nahm den Ball auf: Das Klimaschutzkonzept, das nun erstellt wird, soll kein Papiertiger werden, sondern ein effektives Steureungsinstrument, das in alle Bereiche der Stadtverwaltung hineinwirken müsse. Gleichzeitig gehe es darum, Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen in der Stadt auf diesem Weg mitzunehmen.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion versicherte Thomas Lang als Vertreter der Firma Wilo, dass viele Betriebe davon nicht erst überzeugt werden müssten. Klimaschutz sei für sein Unternehmen eine große Chance, weil es nicht nur darum gehe, Energie einzusparen, sondern auch durch Innovationen und neue Technologien neue Geschäftsfelder erschlossen werden könnten.

Thomas Schäfer von "Fridays for Future" nutzte die Gelegenheit, um noch einmal auf die Dringlichkeit des Themas hinzuweisen. Die nächsten zehn Jahre seien entscheidend für die Zukunft der Menschheit. Auch in der Kommunalpolitik dürfe deshalb nicht nur über Klimaschutz geredet werden, sondern jetzt sei die Zeit zum Handeln.

Aus Kulmbach berichtete Klimaschutzmanagerin Ingrid Flieger von ihrer vielfältigen Arbeit. Praktischer Klimaschutz geschehe im Nachbarlandkreis nicht nur durch große Bau- oder Sanierungsmaßnahmen, sondern auch durch Aktionen im Kleinen, von "Hummel-Tankstellen" und Blühwiesen bis zu umweltfreundlichen Schulausflügen.

 

Einige Presseveröffentlichungen zur Auftaktveranstaltung:

(teilweise Premium-Artikel)